Ein weiterer Brief Henselts konnte in einem Antiquariat in der Schweiz erworben werden. Der Forscher und Betreuer des Henselt-Archivs, Gebhard Kindl hat ihn für das im Stadtmuseum Schwabach angesiedelte Henselt-Archiv mit Unterstützung der Henselt-Gesellschaft erworben. Vermutlich stammt der Brief aus aus Odessa und ist an ein „Hochzuverehrendstes Fräulein“ gerichtet, geschrieben am 14.02.1854.

Hochzuverehrendstes Fräulein

ich hatte mir vorgenommen, Ihnen heute

für Ihre liebenswürdige Aufmerksam-

keit persönlich zu danken; da ich es aber

wegen meiner bis jetzt noch immer zwei-

felhaften Gesundheit und wegen des morgen-

den Vorhabens nicht wagen darf, so

erlauben Sie mir, es schriftlich zu thun.

Diese Veranlassung benutzend, um Ihnen

meine ausgezeichnetste Hochachtung

auszudrücken und mit der Bitte, mich

den Ihrigen angelegentlichst zu em-

pfehlen, verbleibe ich

Ihr ganz gehorsamster Diener

Ad. Henselt

14. Februar 1854

[Transliteriert von Gebhard und Ursula Kindl, Schwabach]