Zu Ihrem Jahrestreffen kamen Mitglieder der Internationalen Adolph-Henselt-Gesellschaft in Schwabach zusammen.Besonders erfreulich war, dass das Wort „international“ im Titel tatsächlich auch eingelöst werden konnte. So waren neben der russischen   Musikwissenschaftlerin Professor Olga Skjorbjaschenskaya vom Konservatorium St. Petersburg auch Professor Krzysztof Rottermund aus Polen und Daniel Grimwood aus England anwesend. Der Vorsitzende der Deutschen Tschaikowsky-Gesellschaft, Paul Mertens, war bei dem regen Austausch auch dabei, haben die beiden Gesellschaften doch mehrere gemeinsame Forschungsfelder. Schwerpunkt waren von daher neue Erkenntnisse über Henselt aus dem russischen Raum. Olga Skjorbjaschenskaya referierte über Henselt und seine Schülerin, die bekannte Pianistin Julia Grünberg sowie im deutschen Raum bislang unbekannte Manuskripte der Russischen Nationalbibliothek.

Da es sich um die Jahreshauptversammlung des Vereins handelte, kamen zudem die Berichte über Tätigkeiten im laufenden Jahr und die Vorausschau auf das kommende nicht zu kurz. Besonders erfreulich war, dass der Henselt-Forscher und Betreuer des Henselt-Archivs, Gebhard Kindl, neue Originalbriefe Adolph von Henselts erwerben konnte. Auch die fast beendete neue instruktive und kommentierte Notenausgabe des Henseltschen Klavierkonzerts von Daniel Grimwood, die am Abend zuvor beim Konzert bereits Grundlage war, wurde vorgestellt.